Es gibt praktikable Lösungen für barrierefrei erreichbare Züge in Kitzingen

Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion über einen barrierefreien Ausbau des Kitzinger Bahnhofs weist der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN darauf hin, dass es bereits barrierefrei erreichbare Züge gibt, die jedoch seit einem Jahr nicht mehr verkehren. „Der andauernde Ausfall der Zwischentaktzüge Kitzingen – Würzburg ist skandalös, weil gerade diese Züge auf dem einzigen barrierefrei erreichbaren Bahnsteig abfahren“, so Kreisverbandssprecherin Eva Trapp. 

Co-Sprecher Julian Glienke sieht die politischen Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung als ursächlich für die Kitzinger Situation: „Der barrierefreie Ausbau des Kitzinger Bahnhofs ist mehr als überfällig. Leider reichen die Mittel in Bayern gerade mal für eine Handvoll Bahnhöfe pro Jahr. Dies ist auf die Verkehrspolitik der letzten Jahre auf Landes- und Bundesebene zurückzuführen. Da war kein Straßenbauprojekt zu teuer, für den Ausbau von Bahnhöfen aber fehlt das Geld.“

Da der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs nach derzeitigem Stand in frühestens zehn Jahren zu erwarten ist, setzen sich die Grünen für kurzfristig praktikable Lösungen ein. „Für Rollstuhlfahrer oder Reisende mit Kinderwagen wäre zumindest Richtung Würzburg die Nutzung der Regionalbahnzüge eine praktikable Alternative, denn diese sollten barrierefrei vom seitlichen Bahnsteig 9 aus abfahren. Doch leider verkehren diese eigentlich im Fahrplan vorgesehenen Züge bereits seit Jahresanfang nicht und werden derzeit durch Busse ersetzt. Dadurch sind die verbliebenen stündlichen Regionalexpresszüge oft überbesetzt, was es für mobilitätseingeschränkte Reisende noch zusätzlich schwierig macht“, beklagt Trapp. 

Die Grünen haben sich bereits an DB Regio Bayern sowie die Bayerische Eisenbahn-Gesellschaft (BEG) gewandt, die in Bayern für den Zugverkehr verantwortlich ist. Als Grund wurden Fahrzeugmangel und Schwierigkeiten bei der Ersatzteilbeschaffung angegeben. Nach Auffassung des Grünen-Kreisverbandes ist der andauernde Zugausfall eine Zumutung für die Fahrgäste, die spätestens mit dem Fahrplanwechsel im Dezember behoben werden sollte. Glienke: „Innerhalb eines Jahres sollte es möglich sein, fahrbereite Züge für diese Linie aufzutreiben. So wären zumindest die Regionalbahnen in Richtung Würzburg ohne Benutzung von Treppen erreichbar.“ 



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